Die Eingewöhnung

Die Eingewöhnung ist ein großer Schritt, nicht nur für die Kinder sondern vor allem auch für die Eltern. Es ist eine Gewöhnung an eine neue Situation. Gemeinsam werden wir in verschiedenen Etappen eine erfolgreiche Eingewöhnung meistern.

 

 

Was wird für eine Eingewöhnung benötigt?

- Vertrauen in mich, die neue Bindungsperson

- Eine gute Bindung zwischen Kind und Eltern

- Mit der Entscheidung klar sein

- Geduld & Zeit

Ablauf der Eingewöhnung

Der Erstkontakt

Bei einem ersten Kennenlernen haben Eltern, Kind und ich die Möglichkeit herauszufinden, ob wir zueinander passen. Wir sprechen über Gewohnheiten, Bedürfnisse, Interessen und die aktuelle Entwicklung des Kindes. Was hilft ihm, sich sicher zu fühlen? Wie zeigt es, dass es Nähe, Unterstützung oder vielleicht auch etwas Abstand braucht?

Die Eltern erhalten außerdem einen Einblick in die Räumlichkeiten, unseren Alltag und meine pädagogische Grundhaltung. Eine vertrauensvolle Zusammenarbeit zwischen Eltern und mir bildet für mich die Grundlage für eine gelingende Eingewöhnung.

Eingewöhnungsphase

Jedes Kind darf in seinem eigenen Tempo ankommen. Gemeinsam mit einer vertrauten Bezugsperson lernt es die neue Umgebung, die anderen Kinder und mich kennen. Die Bezugsperson bleibt dabei zunächst als „sicherer Hafen“ verfügbar. Ich nehme behutsam Kontakt auf und orientiere mich dabei an den Signalen des Kindes. Es darf selbst entscheiden, wann es bereit ist, sich auf Kontakt, gemeinsames Spiel oder Unterstützung durch mich einzulassen. Nach und nach entsteht so eine vertrauensvolle Beziehung.

Es gibt dabei keinen festen Zeitplan: Manche Kinder benötigen mehr Zeit, andere weniger. Entscheidend ist nicht, wie viele Tage vergangen sind, sondern wie sicher sich das Kind bei uns fühlt.

Der erste Abschied

Der erste Abschied findet nicht automatisch nach einer bestimmten Anzahl von Tagen statt. Gemeinsam beobachten wir, wann das Kind bereit für diesen Schritt ist. Zeigt das Kind zunehmend Sicherheit, nimmt Kontakt zu mir auf und kann sich auf die neue Umgebung einlassen, kann eine erste kurze Trennung stattfinden. Die Bezugsperson verabschiedet sich dabei immer deutlich vom Kind und bleibt zunächst in der Nähe. Wie es anschließend weitergeht, richtet sich nach der Reaktion des Kindes. Gelingt die Trennung gut, können die Betreuungszeiten ohne Bezugsperson schrittweise ausgeweitet werden. Benötigt das Kind noch mehr Sicherheit, bekommt es diese Zeit.

Angekommen im Regenbogenland 🌈

Mit zunehmender Vertrautheit wird die Betreuung Schritt für Schritt zum Alltag. Die Bezugsperson bringt das Kind und verabschiedet sich bewusst und verlässlich. Während dieser Zeit ist sie telefonisch erreichbar. Für mich ist eine Eingewöhnung nicht allein dann abgeschlossen, wenn ein Kind nicht mehr weint. Entscheidend ist vielmehr, dass es sich bei mir sicher fühlt, Trost und Unterstützung annehmen kann, seine Bedürfnisse zeigen darf und sich aktiv auf seinen neuen Alltag einlässt. Das Kind gibt dabei das Tempo vor. Seine Signale werden wahrgenommen und ernst genommen, denn Eingewöhnung bedeutet für mich nicht, dass sich ein Kind möglichst schnell an die Betreuung anpassen muss, sondern dass wir gemeinsam die Voraussetzungen schaffen, damit es sich sicher und willkommen fühlen kann. 🌈

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